Wärme

Die Wärmeversorgung gilt beim Klimaschutz als „schlafender Riese“. Bundesweit verursachen Gebäude knapp ein Drittel aller Treibhausgasemissionen. Im Kreis Rendsburg-Eckernförde entstehen sowohl für die kommunalen Einrichtungen als auch für private Haushalte über 90 % der Treibhausgasemissionen im Wärmesektor. Um die Klimaziele zu erreichen, braucht es mehr Gebäudesanierungen und eine Wärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien.

Kommunale Wärmewende

Städte und Gemeinden werden zum Vorbild für private Haushalte und Unternehmen, indem sie Schulen, Schwimmbäder und Verwaltungsgebäude sanieren, ein Energiemanagement einführen oder dieses verbessern sowie Abwärme und erneuerbare Energien nutzen. Dies macht den kommunalen Gebäudebestand zukunftsfähig, steigert die Energieeffizienz und senkt Kosten. Zugleich motivieren Gemeinden damit ihre Einwohnerinnen und Einwohner selbst mitzumachen.

Ein weiteres Handlungsfeld sind energetische Sanierungen von Quartieren. Dort, wo die Bedingungen es zulassen, können Wärmenetze gebaut und die Gebäude künftig zentral mit Wärme versorgt werden. Zudem können Kommunen über die Ausgestaltung von Bebauungsplänen für mehr Klimaschutz sorgen. Vor Ort ist es wichtig, Bürgerinnen und Bürger über zeitgemäße Sanierungs- und Versorgungsoptionen sowie über Förderprogramme zu informieren.

Unterstützung für Gesellschafterkommunen

Für unsere Gesellschafterkommunen leisten wir folgende Unterstützungsangebote im Bereich der Wärme:

Unterstützung bei der kommunalen Wärmeplanung

Gemäß dem Wärmeplanungsgesetz sind alle Gemeinden in Deutschland zur Aufstellung von kommunalen Wärmeplänen verpflichtet. Für Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern muss dies bis zum 30.06.2028 erfolgen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klimaschutzagentur unterstützen die Kommunen mit ihrer fachlichen Expertise während des gesamten Prozesses der Wärmeplanung, beispielsweise durch:

  • Unterstützung bei der Vorbereitung der Wärmeplanung (Konvoi-Bildung, Projektorganisation, Beantragung von Konnexitätsmitteln u. a.)
  • Durchführung der vorgelagerten Eignungsprüfung
  • Unterstützung bei Ausschreibung und Vergabe
  • Fachliche Begleitung der Wärmeplanung
  • Vorbereitung der Umsetzung der Wärmeplanung

Begleitung bei energetischen Quartierskonzepten mit dem Schwerpunkt Wärme

Die Klimaschutzagentur unterstützt ihre Gesellschafterkommunen sowohl beim Einwerben von Fördermitteln als auch durch eine fachliche Begleitung bei der Erstellung eines Quartierskonzeptes.

Begleitung beim Sanierungsmanagement

Die Klimaschutzagentur unterstützt ihre Gesellschafterkommunen sowohl beim Einwerben von Fördermitteln als auch durch eine fachliche Begleitung bei der Durchführung des Sanierungsmanagements.

Fördermittelberatung

Beratung zu geeigneten Fördermitteln und Unterstützung bei der Antragstellung. Eine aktuelle Auswahl an Fördermittelprogrammen finden Sie hier.

Informationen zu energetischen Sanierungsmaßnahmen

Energetische Sanierungen von Gebäuden sind effektive Maßnahmen zur Optimierung der Energieeffizienz der eigenen Liegenschaften der Kommunen. Die Wärmedämmung der Gebäudehülle, der Austausch von Fensterelementen und Haustüren sowie die Erneuerung der Heizungsanlage und die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs im Heizsystem sind Maßnahmen, die zu einer CO2-Reduzierung führen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klimaschutzagentur informieren ihre Gesellschafterkommunen über mögliche Fördermittel und stellen Informationsmaterial zur Verfügung.

Betreuung des kreisweiten Wärmekatasters

Die Klimaschutzagentur hat ein kreisweites Wärmekataster auf den Weg gebracht, welches öffentlich und kostenlos zugänglich ist. 

Das Wärmekataster ist eine visuelle Darstellung der Energie- und Wärmebedarfe sowie ausgewählter erneuerbarer Wärmequellen im gesamten Kreisgebiet. Die Daten aus dem Wärmekataster erleichtern die Erarbeitung der kommunalen Wärmeplanung und Erstellung von energetischen Quartierskonzepten.

In der öffentlich zugänglichen Version des Wärmekatasters sind die Wärmebedarfe aus Datenschutzgründen aggregiert, d. h. für mehrere Gebäude zusammengefasst, dargestellt. Auf Nachfrage stellt die Klimaschutzagentur allen Kommunen im Kreis auch die gebäudescharfen Daten aus dem Wärmekataster zur Verfügung, soweit diese z. B. im Rahmen einer kommunalen Wärmeplanung oder eines energetischen Quartierskonzeptes benötigt werden.

Ihre Ansprechpartner

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Niclas Bünning

Klimaschutzmanager, Schwerpunkt Wärme

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Minka Nieswand

Klimaschutzmanagerin, Schwerpunkt Wärme

Bild von Sven Stark

Sven Stark

Klimaschutzmanager, Schwerpunkt Wärme